Neusser Rathaus, Markt


Oktober 2017

Vom Umgang mit den "Religionsverwandten".
Neuss im Zeitalter von Reformation und Gegenreformation

Aus Anlass des Jubiläums „500 Jahre Reformation“ zeigt die Stadt Neuss erstmals eine Ausstellung zur Geschichte der Reformation und Gegenreformation in Neuss. Die Präsentation mit dem Titel „Vom Umgang mit den Religionsverwandten“ wurde vom Stadtarchiv Neuss erarbeitet und zeigt viele bislang weitgehend unbekannte Aspekte der Geschichte des konfessionellen Zeitalters am Niederrhein.

Der Thesenanschlag Luthers am 31. Oktober 1517 gilt als Initialzündung der Reformation, die nicht nur in religiöser Hinsicht sondern auch auf politischer, gesellschaftlicher und kultureller Ebene zu fundamentalen Umbrüchen führte. Auch wenn die neuen Ideen sich mit Hilfe des modernen Buchdrucks bald überall im Reich verbreiteten, konnten sich die reformatorischen Ideen in Neuss nur schwer durchsetzen. Dennoch gab es im 16. und 17. Jahrhundert bereits evangelisches Leben in Neuss. Im Zuge der Gegenreformation wurde es zunächst wieder zurück gedrängt, bevor es mit der Gründung der heutigen Gemeinde 1806 zu neuem Leben erwachte.

Bürgermeister Reiner Breuer und der Vorsitzende des Verbandes der evangelischen Kirchengemeinden in Neuss, Sebastian Appelfeller, eröffnen am Montag, den 6. November 2017 die Wanderausstellung im Foyer des Rathauses, wo sie bis zum 1. Dezember zu sehen ist. Als Geschenk der Stadt zum Reformationsjubiläum geht die Präsentation anschließend auf „Tour“ durch die evangelischen Gemeinden in Neuss.

 

 Zur (Bild-)Berichterstattung sind Sie herzlich eingeladen am

 

Ausstellungseröffnung: 06.11.2017

17:00 Uhr

Im Rathaus / Foyer

 Zum Gespräch stehen Bürgermeister Reiner Breuer, Pfarrer Sebastian Appelfeller, Archivleiter Dr. Jens Metzdorf und die Historikerin Dr. Stefanie Fraedrich-Nowag zur Verfügung.